Ende des Wettmonopols
Wettanbieter dürfen ab sofort aktiv Werbung machen in Deutschland im Bereich des Spitzensport. Unter anderem hatte der Kaiser Franz Beckenbauer beklagt, dass den deutschen Sportvereinen dadurch 400 Millionen Euro an jährlichen Werbeeinnahmen verloren gehen würden. Werder Bremen musste beispielsweise den Aufdruck des Wett-Anbieters «bwin» auf dem Trikot entfernen lassen. Ausländische Clubs wie Real Madrid durften nicht mit Logos der Wett-Firmen in Deutschland bei Spielen antreten. Durch die Öffnung des Marketes gibt es nun einen wahren Geldregen für den deutschen Sport und allen voran natürlich dem deutschen Fußball.
Mit der möglichen Öffnung des Marktes für private Wettanbieter entsteht ein zusätzlicher Wettbewerbsdruck unter potenziellen Sponsoren. “Wir gehen davon aus, dass die Verluste derzeit mehr als 300 Millionen Euro pro Jahr betragen”, sagte Wettexperte Max Stahl von Sport+Markt der Nachrichtenagentur dpa. Im internationalen Vergleich bedeutet dies deutliche Mehreinnahmen für den deutschen Sport: In Frankreich investierten Wettanbieter 2010 insgesamt 20 Millionen Euro für Trikotwerbung. Im Gesamten wird das neu entstandene Sponsoring-Volumen im französischen Profisport auf 75 bis 80 Millionen Euro geschätzt. In Spanien werden von Wettanbietern 32 Millionen Euro für Trikotwerbung ausgegeben, in England sind es immerhin 12,5 Millionen Euro jährlich.
Doch nicht nur der Fußball-Sport soll von den zusätzlichen Einnahmem profitieren: Auch die Randsportarten dürfen sich auf neue Einnahmen einstellen.